Biedermann und die Brandstifter, "Terror", und Carmina Burana


In den vergangenen Wochen fanden verschiedene Veranstaltungen unter der Mitwirkung von vielen Internatsschülerinnen und -schülern statt.

Während die Oberstufe Ferdinand von Schirachs "Terror", aufgeführt im Modeon, nur passiv beiwohnte und dabei in einer kleinen Pause nach bestem Wissen und Gewissen darüber abstimmen musste, ob der Kampfpilot Lars Koch, der einen von Terroristen gekaperten Airbus mit 164 Insassen eigenmächtig abschoss, um 70.000 Zuschauer eines Länderspiels in der Allianz-Arena, die Ziel des Anschlages waren, zu retten, unschuldig oder schuldig zu sprechen ist und damit über den weiteren Verlauf des Stückes entschieden ("schuldig"), agierten die Mitglieder der Theater-AG unter der Mitwirkung von Annika Döring als Babette

Beeindruckend waren beide Darbietungen für alle Mitwirkenden, die eine durch die Auseinandersetzung mit der Frage nach der moralischen Verantwor-tung, die andere durch den leidenschaftlichen Vortrag der Schülerinnen und Schüler, die sich bei der Erarbeitung von Max Frischs daueraktuellem Drama gemeinsam mit ihren AK-LeiterInnen, Frau Cebulj, Frau Rietzler und Herrn Kühn, ebenfalls mit den Fragen von Schuld und Moral auseinandersetzen mussten, "weil nicht sein kann, was nicht sein darf."

Mit der Beibehaltung der Aufführungstradition von Carl Orffs "Carmina Burana" wurde dann noch kurz vor den Osterferien das Frühjahr eingeläutet. Chorleiter Dr. Stefan Wolitz durfte dabei auf die Mitwirkung von über 200 Schülerinnen und Schülern bauen, die Mitglieder in den teilnehmenden Ensembles des Carl-Orff-Chor, des Jugendchores Ostallgäu und des Unterstufenchores des Gymnasiums sind. Wieder einmal begeisterte der Riesenchor im ausverkauften Modeon, das an diesem Abend mehrfach gefüllt hätte werden können, sich und sein Publikum mit den mittelalterlichen Liebes-, Spott- und Trinkliedern und entließ es "berauscht" in die Nacht.


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